Konstituierende Sitzung der Gemeindevertretung von Weiler am 7. Oktober 2020

Mechtild Bawart

Liebe Gäste und Ehrengäste

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, Sehr geehrter Herr Vizebürgermeister,

Liebe Weilerinnen, Liebe Weiler,

Wir sind stolz, als neu angelobte Gemeindevertreterinnen für euch arbeiten zu dürfen.

Ich denke, dass ihr auch mehrheitlich zufrieden seid.

Das war mein/unser Ziel, eine bunte Vielfalt aus jungen Kandidaten*innen, neu Zugezogenen und erfahrenen Weiler*innen in die Gemeindestube zu bringen und das ist gelungen.

Wir hätten einen so tollen Start hingelegt, doch leider hat die Mehrheit d.h. die Liste MITNAND eine Kürzung der Mitgliederzahl im Gemeindevorstand mit 4 beschlossen (3 Mitnand/ 1 WIR)

Damit sind wir nur mehr mit einem Mandat im Gemeindevorstand vertreten.

Das ist in der politischen Geschichte von Weiler noch nie vorgekommen und entspricht absolut nicht dem Wählerwillen.

Das Verhältnis 60 % : 40 % wäre mit 3 : 2 perfekt getroffen worden.

Es tut mir persönlich weh, da es dadurch nicht möglich war, unsere zwei „Jungen“, Sandra Bitriol und Johannes Bawart in den Gemeindevorstand zu entsenden.

Kein gutes Signal der Liste MITNAND zum Start des so intensiv betonten „Zemmaschaffas“.

WIR, für WEILER, als Parteifraktion gehen neue Wege der Bürgerbeteiligung und bewegen uns methodisch sicher aus dem Rahmen.

Machen WIR doch geradewegs die Probe aufs Exempel unter dem Motto:

 

Den Jungen eine Stimme geben, in eine neue Zeit!

 

Für die Grundsatzerklärung übergebe ich daher das Wort an unsere

 

zweitplatzierte Kandidatin der Liste WIR, die mit 234 Vorzugsstimmen, an vierter Stelle aller Kandidat*innen, beider Listen liegt.

 

Bitte, Sandra Bitriol.

Sandra Bitriol

Liebe Weiler und Weilerinnen,
Sehr geehrter Hr. Bürgermeister, Hr. Vizebürgermeister und auch werte Gemeindevertreterinnen
Auch von meiner Seite ein herzliches Hallo, zusammen,

WIR gratulieren Bürgermeister Dietmar Summer, dem Vizebürgermeister Martin Kathan und den Mitgliedern der Liste MITNAND zu ihrem Wahlerfolg.

WIR werden eine konstruktive Ergänzung zu euch sein und nach dem Motto „WIR MITNAND für WEILER“ zum Wohle der Gemeinde arbeiten.

WIR ziehen als kreatives Team, als Gestalter*innen in die WIR-K-STÄTTE- Gemeinde ein.

Im Besonderen, möchte ich mich bei Mechtild Bawart bedanken. Mit ihrem tollen Engagement bei der Zusammenstellung unserer Liste, hat sie gezeigt, dass sie extrem offen ist, neue Wege zu gehen und uns bedingungslos vertraut. Es ist ihr ein großes Anliegen uns junge Menschen mitzunehmen und in die Verantwortung zu begleiten. Im Speziellen, auch Menschen ohne politischen Hintergrund und ganz gleich wie lange die Ortszugehörigkeit schon besteht, aufgrund ihres Interesses, sowie Fachwissens, mit ins Boot zu holen.

Wie Einstein schon sagte, interessiert uns die Vergangenheit nicht so sehr, wie die Zukunft, denn in ihr gedenken wir zu leben. Liebe Mechtild, vielen Dank für deinen unermüdlichen Willen und deine energievolle Zugkraft.

 

Dass „WIR für WEILER jetzt mit zwei Mandaten im Gemeindevorstand vertreten sind, dass WIR-MITNAND gelebt wird, wie es von euch und von uns beworben wurde und ich mich persönlich sehr darüber freue “, damit hätte ich meinen Kommentar zu meiner Wahl als Mitglied des Gemeindevorstands begonnen, aber da hat mich die politische Realität eingeholt und ich wurde einfach „weggekürzt.“

Enttäuschend, wenn die Schlagworte Mitnand und Zemmaschaffa, noch in den “gespitzten Ohren“ nachhallen.

 

Wie ernst war das dann wirklich gemeint?

Diversität, Frauen und junges Engagement werden entgegen dem Wähler*innen Willen einem politischen Spiel geopfert und erhalten nicht den gebührenden Platz.

Wozu dann diese vielen Vorzugsstimmen?

Ich hätte als junge, engagierte Frau gerne mit euch zusammen im Gemeindevorstand gearbeitet und sehe diese Minimierung als ein Zeichen dessen, dass die Gemeindevertreter*innen von MITNAND  noch nicht dafür bereit sind, jungen Menschen vollständig die Türe zu öffnen und neuen Anfängen zu vertrauen.

Oder wie dürfen WIR dieses Signal verstehen?

 

Nichtsdestotrotz sehe ich mich als Mitgestalterin unserer gemeinsamen Zukunft und unseres direkten Umfelds. Ich habe den Mut, die Dinge klar beim Namen zu nennen und für meine Überzeugung einzustehen. . Im Speziellen hebe ich nochmals hervor, dass mir in dieser Hinsicht, ein Lebensraum, in dem wir ohne gesundheitsschädliche Einflüsse, in Harmonie mit unseren Mitmenschen und im Einklang der Natur leben können, das allerwichtigste Gut ist. Dahinter werde ich mit vollem Einsatz stehen. Jetzt wird dies eben über die Ausschüsse bearbeitet werde.

 

Zum Schluss bedanke ich mich bei allen unseren Mitgliedern von „WIR für Weiler – Liste Bürgerbeteiligung“, deren unglaublichem Engagement es zu verdanken ist, mehr Weiler*innen als bisher zu den Wahlurnen geführt zu haben.

 

Die Wahlbeteiligung konnte um 10 Prozent gesteigert werden und wir sind stolz, knappe 40 Prozent der Stimmen erhalten zu haben.

Dies ist ein klares Signal der Bevölkerung, dass eine Vielfalt an Meinungen gewünscht wird und somit Demokratie gelebt werden kann.

Demokratie bedeutet aber auch „Streit“ im positiven Sinne. „Eine Demokratie, in der nicht gestritten wird, ist keine“, wie es der bedeutende deutsche Politiker Helmut Schmidt formulierte. Die positive Streitkultur führt schlussendlich zur Akzeptanz der Kompromisslösung.

 

Inhaltlich sind WIR und MITNAND nicht weit voneinander entfernt. Der Unterschied liegt in den Zugängen und der Methodik zu den verschiedenen Themen und wie der Untertitel unserer Liste schon signalisiert, Anliegen und Projekte, die die Weiler*innen persönlich berühren, werden über aktive Bürgerbeteiligung bearbeitet.

 

WIR werden mit Mitnand die Themen und Ziele der beiden Wahlprogramme übereinander legen und mit der gemeinsamen Schnittmenge arbeiten.

 

In diesem Sinne gehen WIR mit viel Schwung in die Legislaturperiode, stellen Weiler in den Mittelpunkt, bauen Beziehungen auf, verknüpfen die Menschen und werden damit zum Teil eines großen Ganzen. WIR freuen uns.

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